2. Treffen der IG Kultur+Landschaft

Niederschrift über das 2. Treffen der IG Kultur+Landschaft

am 23.02.2011 in der Hofreite Palmy

Ralf Theurer begrüßt die Anwesenden und informiert zunächst über die drei am Erbsenbach

geplanten Maßnahmen. Die Sohlabstürze in den Bereichen Hundsmühle und Kläranlage

sollen zurück gebaut werden, um die Durchgängigkeit für Fische etc. herzustellen. Ferner

soll der Erbsenbach zwischen der „Ross-Mühle“ und der bereits umgesetzten Renaturierungsmaßnahme

sowie unterhalb der Kläranlage naturnah gestaltet werden.

Die Gemeinde Roßdorf wird zur Umsetzung der von den SILEK-Arbeitskreisen erarbeiteten

Maßnahmen ein Flurneuordnungsverfahren durchführen. Das Amt für Bodenmanagement in

Heppenheim hat bereits eine sogenannte Entwicklungskonzeption erarbeitet, die, bevor sie

dem Gemeindevorstand vorgelegt wird, demnächst noch mit den Landwirten diskutiert wird.

Der Odenwälder Hartstein Industrie (OHI) gehört ein Grundstück oberhalb der Trinkwassergewinnungsanlage

„Am Heiligen Born“. Zur Kompensation von Eingriffen plant die OHI zur

Verbesserung der Gewässerstruktur des Erbsenbaches darauf ebenfalls eine Renaturierungsmaßnahme.

Die Vorplanung erfolgt in Abstimmung mit der Gemeinde und einem Planungsbüro.

Ein erstes Gespräch hat bereits statt gefunden.

Herr Theurer berichtet über eine Studie, die sein Planungsbüro im Rahmen eines Projektes

der TU-Darmstadt zur Anpassung an den Klimawandel (KLARA-Net) erarbeitete. Für den

Pilotraum Erbsenbach wurden Abflussmengen für Niederschlagsereignisse und die damit im

Zusammenhang stehenden Einträge von Nährstoffen in das Oberflächengewässer ermittelt.

Strategien und konkrete Maßnahmen, die zur Verringerung der Nährstoffbelastungen im

Erbsenbach beitragen können, werden in der Studie anhand von Fallbeispielen aufgezeigt.

Aus der Mitte der Teilnehmer wird angeregt, die Öffentlichkeitsarbeit im Hinblick auf die Arbeit

der IG und der Gemeinde zu verbessern. Insbesondere soll der Internetauftritt auf der

Homepage der Gemeinde attraktiver gestaltet werden. Herr Landzettel sagt zu, mit dem dafür

verantwortlichen Mitarbeiter im Rathaus zu reden.

Die Maßnahmen aus dem AK Naherholung und Umweltbildung sollen Zug um Zug aus Leader-

plus-Fördermitteln umgesetzt werden. Das Regionalmanagement des Landkreises hält

dieses Projekt für sehr interessant und daher sind aus diesem Fördertopf 50%igeZuschüsse

für diese Maßnahmen zu erwarten. Restbeträge sollen hauptsächlich über Sponsoren abgedeckt

werden. Herr Theurer erarbeitete hierfür eine Umsetzungskonzept und stellt diesen

Entwurf, der zuvor bereits mit der Bürgermeisterin besprochen wurde, vor. Die Bürgermeisterin

wünscht sich von der IG eine Konkretisierung von Maßnahmen mit Außenwirkung, um bei

möglichen Sponsoren argumentieren zu können.

Die Anwesenden kommen überein, den von Herrn Prof. Wilhelm vorgeschlagenen Rundwanderweg

als Basisprojekt zu bestimmen und diesen sukzessive „mit Leben zu erfüllen“.

An relevanten Punkten in der Landschaft aufgestellte Hinweistafeln, Broschüren, über Handy

abrufbare Infos oder eine Kombination dieser drei Medien, könnten zielführend sein. Informationen

über folgende Spots könnten vermittelt werden:

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Landschaftspflege auf dem Rehberg durch Schafe und Esel

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Quellgebiet Erlehe

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Erbsenbach

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Villa Rustica

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Ausblicke vom Rehberg

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Weinberg

KULTUR LANDSCHAFT ROSSDORF

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Roßberg

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Bedeutung „Vogelherd“

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Wasserscheide auf Rehberg

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Landwirtschaft

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Wald

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Herr Schollenberger schlägt vor, die jungsteinzeitliche Menhiranlage in den Wanderweg mit

einzubinden. Das Forum Gundernhausen plane ebenfalls einen Wanderweg, der in der

nächsten Zeit noch weiter ausgearbeitet wird, so Herr Schmidt.

Vorgestellt und kurz diskutiert wurden auch die bereits vorliegenden Vorschläge für ein Signet,

das das gesamt Projekt symbolisiert.

Roßdorf, den 8.3.2011

gez. Rainer Landzettel

künstlerische Elemente