Umsetzung der SILEK-Maßnahmen – 1. Teil

LANDSCHAFTSBÜRO Pirkl-Riedel-Theurer

KULTUR LANDSCHAFT ROSSDORF

Umsetzung der SILEK*-Maßnahmen – 1. Teil

Im Mai 2010 wurden in der Schlussveranstaltung des SILEK* Roßdorf-Erbsenbach

(SILEK* = Schwerpunktbezogenes Ländliches Entwicklungskonzept) die vielen guten

Ideen für die Landschaft von Roßdorf und Gundernhausen vorgestellt, die wir gemeinsam

mit den engagierten Arbeitskreisteilnehmern erarbeitet hatten. Zur Information können sie

sich den SILEK-Text, die Maßnahmenbeschreibungen und noch einiges mehr auf der

Homepage von Roßdorf (www.rossdorf.de) unter „Aktuelles“ anschauen und herunterladen.

Die Arbeit hat einigen Arbeitskreisteilnehmern so viel Spaß gemacht, dass sie auch

unbedingt bei der Umsetzung der Maßnahmen mitwirken möchten. Alle Interessierten

wurden von Rainer Landzettel (Umweltamt Roßdorf) und Ralf Theurer (LANDSCHAFTSBÜRO

PRT) am 10. November in der „Sonne“ in Roßdorf bei dem 1. Treffen der „Interessengemeinschaft

Kultur+Landschaft Roßdorf“ über den Stand und das weitere Vorgehen

informiert. Was wird nun aus den Ideen und Maßnahmenvorschlägen – werden sie weiter

verfolgt oder war alles umsonst bei der bekanntlich prekären Finanzlage in unserer Gemeinde?

Im Juli 2010 hat die Gemeindevertretung fast einstimmig beschlossen, vorrangig die Maßnahmen

zur Verbesserung der Gewässer umzusetzen und damit die Forderungen der EUWasserahmenrichtlinie

zu erfüllen, bis 2015 alle Gewässer in einen „guten Zustand“ zu

versetzen. Diese Maßnahmen werden vom Land Hessen mit bis zu 75 % der Kosten gefördert

und so stehen die Chancen dafür sehr gut. Mit der Oberen Wasserbehörde im Regierungspräsidium

Darmstadt wurden schon Gespräche geführt und das Land hat bereits Mittel

für die ökologische Verbesserung des Erbsenbaches für 2012 bereitgestellt. Jedoch ist

es mit Geld alleine nicht getan, sondern man braucht auch Flächen, in denen sich der Bach

wieder naturnah entwickeln kann und dafür reichen die meist schmalen Bachparzellen nicht

aus. Dabei soll das Amt für Bodenmanagement (früher Flurbereinigung) mithelfen, im Zuge

eines „Vereinfachten Flurbereinigungsverfahrens“ Flächen entlang des Baches bereitzustellen,

ohne die Landwirte mit Flächenverlusten allzu stark zu belasten. Darüber hinaus

können in diesem Verfahren weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Feldflur durchgeführt

werden. Insbesondere bei der Sanierung schadhafte Flurwege besteht der große Vorteil,

dass die Gemeinde nur einen kleinen Anteil der Kosten zu tragen braucht. In dem „1.

Paket“ zur Gewässerentwicklung sind folgende Maßnahmen vorgesehen:

- Herstellung der biologischen Gewässerdurchgängigkeit an 2 Gewässerabstürzen

- Renaturierung des Erbsenbach unterhalb der Kläranlage

- und zwischen Roßdorf und Gundernhausen unterhalb der Neumühle.

Weitere Abschnitte sind in Vorbereitung.

LANDSCHAFTSBÜRO Pirkl-Riedel-Theurer

Wichtig in diesem Prozess ist die enge Zusammenarbeit und Mitwirkung der Landwirte,

die daher bereits von Anfang an dabei haben. Für 2011 wird die Planung der Maßnahmen

für das Genehmigungsverfahren und die Bewilligung der Fördermittel konkretisiert und

gleichzeitig muss die Bereitstellung der Flächen organisiert werden. Bei den Gewässern

sieht es folglich recht gut aus. In einem der nächsten Roßdörfer Anzeiger werden wir sie

informieren, wie es mit den beim SILEK erarbeiteten Maßnahmen zur Erholung und Umweltbildung

weiter geht.

Bei dem 1. Treffen am 10. November 2010 haben sich ca. 15 Personen eingetragen, die

den Umsetzungsprozess aktiv begleiten möchten. Diese Gruppe soll sich künftig selbst

organisieren und wer noch mitwirken will oder Ideen hat, kann sich bei Ralf Theurer

(ralf.theurer@landschaftsbuero.net) melden. Wir sind auch auf der Suche nach einem ansprechenden

Logo und einem „knackigen“ Begriff für unsere Projekte zur „Kultur+Landschaft

Roßdorf“. In Roßdorf und Gundernhausen gibt es so viele kreative Bürger – haben

Sie eine Idee? Vorschläge können Sie gerne an die obige Emailadresse oder an Rainer

Landzettel bei der Gemeinde schicken.

Wir werden Sie weiter auf dem Laufenden halten.

Ralf Theurer